| nach oben |
© 2006 - 2009 creativeaction.de Home Disclaimer Impressum Mail Der Autor ist nicht für Inhalte fremder Seiten verantwortlich!
All logos and trademarks in this site are property of their respective owner. The comments are property of their posters. If You`r able to read these small letters without glasses -- well, congratulation, very good !



Hallo creativeaction ,
hier eine von vielen selbst geschriebenen Geschichten von den stopkids.
Schrecken in der Nacht
von Moritz W.Haus
Unsere Geschichte beginnt nicht etwa in der Nacht sondern an einem schönen Freitag morgen.
Um Punkt Acht Uhr rappelte ein Altmodischer Wecker den 12 Jährigen Kevin aus seinen Träumen. Er gähnte herzhaft und stellte dann dass Nervende Klingeln seines Weckers mit einem kurzen Schlag auf dessen Glocken ab. Dann sprang er aus seinem Bett und tanzte wild durch sein Zimmer.
Nur ein paar Straßen weiter, in einem anderen Kinderzimmer, tanzten ebenso zwei Jungen freudig herum.
Es waren Niels und Stefan, 11 und 12 Jahre alt. Beide waren Brüder und außerdem die besten Freunde von Kevin.
Alle drei freuten sich riesig weil heute ihr großer Tag war.
Es war der Tag, an dem die drei Freunde zum ersten mal in ihrem Leben ganz alleine auf einer Wiese am Waldrand Zelten durften. Eine ganze Nacht lang und vor allem ohne ihre Eltern.
Sie hatten alles genau geplant, nicht zuletzt ihrer Eltern wegen die sich lange dagegen gesträubt hatten ihren Kindern dieses Abenteuer zu erlauben.
Kevins Mutter hatte sogar von "Wildnis" gesprochen, als sie mit ihrem Sohn zwei Tage zuvor im Wohnzimmer gesessen hatte und dort eine von vielen Diskussionen zum Thema "Zelten" geführt hatten.
"Ihr könnt doch auch hier in unseren Garten euer Zelt aufbauen. Das ist doch viel sicherer!" hatte die Mutter Vorgeschlagen.
"Warum?" wollte Kevin von ihr nur wissen.
"Weil wir dann da sind wenn etwas passieren sollte. Ich meine da draußen in der Wildnis kann euch keiner helfen!"
Bevor nun seine Mutter aufzählen konnte was denn so alles passieren könnte, hatte Kevin seine Mutter wütend unterbrochen.
"Wildnis? Nennst du eine abgemähte Wiese am Waldrand etwa Wildnis?" Kevin war vom Sofa aufgesprungen und aufgeregt zum Wohnzimmerfenster gelaufen. Er deutete nach draußen und fragte aufgebracht seine Mutter: "Wie nennst du dann bitte schön unseren Garten?"
Da seiner Mutter irgendwie die Worte fehlten, sagte Kevin: "Ich sage dir nur eins. Unser Garten ist ein Urwald. Das ist für mich Wildnis!"
Der Garten war tatsächlich eine Art Urwald. Überall wuchsen Büsche, Dornensträucher und sonstiges Grünzeug wild durcheinander. Nur unter einem großen Apfelbaum war ein Stück Wiese. Doch auch die war kaum noch als solche erkennbar, da das Gras lange nicht mehr gemäht worden war.
Kevin fand den Garten zwar super, nicht so geleckt wie die Gärten in der Nachbarschaft mit all ihren kitschigen Gartenzwergen aber Zelten wollte er ohne seine Eltern.
"Weißt du Mama, wenn wir hier im Garten Zelten können wir ja gleich im Wohnzimmer schlafen. Das bringt einfach nichts und macht überhaupt keinen Bock! Wir sind doch keine Babys mehr. Verstehst du das denn nicht?"
So ging das noch eine ganze Weile hin und her, doch dann hatte Kevins Mutter endlich nach gegeben und dem Jungen dass Zelten, wenn auch mit unbehaglichen Gefühlen, erlaubt.
Niels und Stefan hatten ähnlich Diskussionen mit ihren Eltern gehabt, doch auch sie hatten es geschafft sie davon zu überzeugen, das schon nichts passieren würde.
Heute war es also soweit und gleich nach dem Mittagessen sollte es losgehen.
Sie fuhren mit ihren Fahrrädern zu dem etwa 2 km entfernten Lagerplatz. Alle wichtigen Sachen waren in ihren Gepäckträgertaschen verstaut.
Gleich nach der Ankunft bauten sie ihr Zelt gegenüber einer gelben Sitzbank auf, die dort am Waldrand stand.


|